Legasthenie, ADHS, Dyskalkulie

 

Was ist Legasthenie / Lese-Rechtschreibschwäche?

 

Als Legasthenie bezeichnet man die Problematik, wenn es bei Kindern zu einer Diskrepanz zwischen ihren allgemeinen Leistungen und den Leistungen, die sie im Schreib-/Lesebereich erbringen, kommt. Beim Erlernen des Schreibens und Lesens ergeben sich Probleme , welche durch differente Sinneswahrnehmungen hervorgerufen werden. Daraus folgt eine zeitweise Unaufmerksamkeit beim Schreiben und Lesen, die wiederum zu Wahrnehmungsfehlern führt. Bei einer Legasthenie, auch spezielle Lese-Rechtschreibschwäche genannt, handelt es sich um eine genetische Anlage im Menschen, die ein Leben lang vorhanden ist und lediglich durch ein spezielles Training im Schreib- und Lesebereich zu Erfolgen führt. Dagegen ist die Lese-Rechtschreibschwäche eine erworbene, zumeist auch vorübergehende Problematik, die durch psychische oder physische Ereignisse hervorgerufen werden kann. Die Unterscheidung der Legasthenie und der Lese-Rechtschreibschwäche ist deshalb von größter Wichtigkeit, weil die Förderungen und Interventionen, die in beiden Bereichen stattfinden sollten, unterschiedlich sein müssen. Bei der Förderung eines legasthenen Menschen genügt es nicht, nur im Schreib- und Lesebereich zu arbeiten, sondern man muss unbedingt auch Interventionen zur Schärfung der Sinneswahrnehmungen - die man für das Schreiben, Lesen und Rechnen benötigt - und auch eine Verbesserung der Aufmerksamkeit - das Zusammenführen des Denkens und Handelns - anstreben. Beim leserechtschreibschwachen Kind genügt es zumeist, wenn die Ereignisse, welche die Lese-Rechtschreibschwäche hervorgerufen haben, in geregelte Bahnen geleitet worden sind und ein ausgiebiges Training im Symptombereich stattfindet, damit sich Verbesserungen einstellen.  

Ein ganz berühmter Legastheniker war übrigens Albert Einstein.

Was ist ADS / ADHS?

 

ADHS steht für Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts-Störung und charakterisiert eine neurobiologische Erkrankung, die anhand von drei Symptomen (kurze Aufmerksamkeitsspanne / erhöhte Ablenkbarkeit, motorische Unruhe und Impulsivität) definiert wird. Die Störung beginnt meistens schon in sehr jungen Jahren.

ADHS ist eine sehr häufig vorkommende psychische Erkrankung von Kindern und Jugendlichen. Kennzeichnend dafür ist eine sehr kurzlebige Aufmerksamkeit, daraus resultierend eine erhöhte Ablenkbarkeit und Zappeligkeit. Häufig kommt es auch zu motorischen Unruhen und extremen Stimmungsschwankungen. Für die Betroffenen ist es schwierig sich in soziale Systeme zu integrieren und Beziehungen zu fremden Personen aufzubauen. Nähe wird nur zögerlich und schwer zugelassen. 

ADS bezeichnet eine Aufmerksamkeits-Defizit-Störung ohne Hyperaktivität.

 

Was ist Dyskalkulie?

 

Für diesen Bereich steht Ihnen Dipl. Päd. Gabriele Stany (0664 6366620) zur Verfügung.

 

Als Dyskalkulie bezeichnet man Schwierigkeiten der Kinder im Umgang mit Zahlen, Zahlenräumen und Grundrechenoperationen. Kommt es bei offensichtlich intelligenten Kindern völlig unerwartet zu Schwierigkeiten beim Erlernen des Rechnens, so sollte man auch eine mögliche Dyskalkulie in Betracht ziehen und vorerst Beobachtungen tätigen. Grundsätzlich zeigt sich bei dyskalkulen Kindern eine auffällige zeitweise Unaufmerksamkeit, wenn sie rechnen, also mit Zahlen in Verbindung kommen, bei sonstiger guter Aufmerksamkeit im Zusammenhang mit anderen Tätigkeiten, und es werden insgesamt allerlei Schwierigkeiten mit Zahlen beobachtet.